Actionnistes

Le groupe des Actionnistes viennois se distingue dans les années 60-70 par des performances et des mises en scènes subversives où le corps devient la matière première des jeunes autrichiens, en totale rupture avec la génération précédente dans ces années qui suivent la seconde guerre mondiale. Par transgression, on y boit du sang, on s’y montre en fétichiste, etc. Le manifeste du mouvement, intitulé  "Die blutorgel" (Orgue de sang) a été rédigé par Adolf Frohner, Otto Muehl et Hermann Nitsch au café "Gösser Braü" à Vienne. Quant à la performance elle-même, elle prend place dans une cave où les artistes sont enfermés.

Die blutorgel

Principales expositions: 

Peu de traces de ces instants de performance mais une présence à la Documenta 5, Cassel en 1972.

Textes fondateurs: 

DIE BLUTORGEL
Wir haben uns zur Befriedung der Menscheit entschlossen, vier Tage in dans Gewölbe niederzusteigen. (Woselbst wir uns einmauern lassen). Drei Tage schrankenlose Enthemmung, Befreiung von aller Kunst, Transponierung derselben in Blech, Schrott, Verwesenden Abfällen, Fleisch, Blut, Gerümpel u.s.w., die ganze Materie des Kosmos wollen wir Verwandeln. WIRSELBST werden nach diesen dreitägigen Exerzitien, bei welchen wir weder essen noch schlafen noch unseren Körper pflegen-natürlich ohne Frauen - gereinigt der feierlichen Ausmauerung entgegensehen. Die feierliche Ausmauerung findet am 4. Juni 1962 un 18 Uhr abends statt. Ort : Wien XX, Perinetgasse N°1 (Nähe Friedensbrücke, Augartenbrücke) ADOLF FROHNER Mein Trick Man muss vom Wau-Wau angewidert werden ; Man Muss die Schleime aller Dinge erkennen. Man muss den Sprung ins Bodenlose (Sumpfige) wagen, und einmal am Rande sanft zu kotzen. Der Ringkampf mit den Dingen ist das eigentliche Ticktack meiner Arbeit. Man soll ein Ding nehmen, irgendeines in dans man hineinkommt und darin und damit etwas machen. In die schöne, gespannte, weisse Leinwand stecke man den Finger. Meine Werke kann man riechen, betasten ; man kann hineingreifen und hindurchgreifend - man kann sie aus-greifen. Es fällt mir auf die Nerven wenn die Bäume grün werden, Herr Professor ! Sie müssten gezwungen werden sich die Haare grün zu färben. So grün wie Maikäferdreck. Der Dreck der an den Dingen klebt soll nicht abgewaschen werden, selbst wenn es Eiterfluss ist. Das Ticktack muss immer unverständlich sein. Nur des Schöpfer selbst kann in die Geheimnisse eindringen. Das Ganschoppen steht erst an zweiter Stelle und ist nicht so wichtig. Dazu genügt aber auch schon ein einziger Mensch. Kunst ist nur Mittel zum perverseren Leben. Man darf sich nicht selbst die Flügel stutzen !! Man darf nicht schmollen, sonst kotz man grün in einen Krater. Die Zeit der Lexika und Kunsttopografien. Die Rechenkunst, die Schreibkunst, das Kunsteislaufen, das Kunstzeichen. Die Rechenkunst, die Schreibkunst, das Kunsteislaufen, das Kunstzeichen, die Kunsterziehung, das Kugelscheiben bzw. Scheiberkugeln. Meine Werke sind nicht das Produkt eines Buh-Buh oder einer Konzeption ; sie wachsen selbständig mit jedem Vorschlag, sie werden anders unter dem Strich der Zacke und dem Sich der Hacke. Sie sind niemals fertig, aber unterbrochen an einem Punkt meiner momentanen Situation. Sie könnten immer weitergetreckt werden, sie fliessen ständig und sind auch für mich niemals das, was sie gestern waren. Sie interessieren mich nur deshalb noch, weil sie mir zeigen wo einmal Gestank war. Die Kraft die man verwanden muss um aus einem unbrauchbaren, wertlosen Gegenstand etwas su machen, was NICHTS mehr ist. Man muss im Hinfallen noch ein Ding verbiegen und im Aufstehen eines. Man muss die Dinge mit freier aneinanderkleben, sie verbinden, vermengen, verknüpfen, vergewaltigen, schänden und schlagen bis dass sie im Chor Psalmen singen. Der Schmerz des Scherzes ; der lustige Aufschrei. Der Schrei nicht als Zwischenschrei ; der Dauerschrei - LE CRI PERMANENT. Anschliessend an unsere Befreiung aus dem Gewölbe wird, unter freiem Himmel, für Österreichs akademische Maler und Bildhauer eine grosse heilige Segnung durchgeführt. Die akademischen Kunstler werden daher gebeten, ihre Trictracks in tadellos gereinigten Zustand mitzubringen. Schuga fa amprot, le noro ma blabla ; ni ere sote ! Da Rem, de Num ala uno ka Pum, Schonkas tra nimakumst. He plein ple tsin ! III godn frin zu köpfer, läure Sichehaid nesseiw nam los etsum gnid. Snab illa trirriam ne schon, igal, schfal, brinsal, schaisaal, glasal, und händal. Finstalten lashound nid mon Sano. Minikititsch, Funimismus aide Sichilismus - Mismus da mussmich. (1) Die Herrn Adolf FROHNER, Otto MUEHL und Hermann NITSCH sind nach Vollzug des Ausmauerung als Herr Dr. Adolf Frohen, Herr Dr. Otto Muehl und Herr Dr. Hermann Nitsch anzusprechen.

Artistes associés: 

Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Walter Pichler, Arnulf Reiner, Rudolf Schwarzkogler.

Artistes à rapprocher: 

Joseph Beuys, Michel Journiac, Dennis Oppenheim, Gina Pane.

Courant, mouvement, lieu à rapprocher: