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Exposition d'art : Der böse Expressionismus, Trauma un Tabu

Exposition d'art : Der böse Expressionismus, Trauma un Tabu
Emmy Klinker, Interieur, o.J., Öl auf Leinwand, 39 x 49 cm, Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Von der Heydt-Museum Wuppertal / Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Der böse Expressionismus, Trauma un Tabu

Group Show

Samedi, 11 Novembre, 2017 - Dimanche, 11 Mars, 2018

Wir wollen die Bürger nicht unterhalten. Wir wollen ihnen ihr bequemes, ernst-erhabenes Weltbild tückisch demolieren», propagiert Herwarth Waldens Sturm-Zeitschrift, eine der wichtigsten
Publikationen des Expressionismus. Diese Ansage ist klar und eindeutig. Es ist die Kampfansage einer neuen Zeit an die Überzeugungen und Werte der alten; das Kampfmittel ist die Kunst. Die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts waren eine Zeit größter Herausforderungen und existenzieller Verunsicherung, geprägt von Industrialisierung und proletarischem Massenelend, Landflucht, ausufernden Großstädten und Wohnungsnot. Die rückständige, an feudalen und militaristischen Idealen orientierte Gesellschaftsordnung des wilhelminischen Kaiserreiches war mit den rasanten
Veränderungen heillos überfordert, der Kollaps kam mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914. Der Expressionismus war unter solchen Vorzeichen die Kunstform, mit der sich die Rebellion im Felde der Kultur Bahn brach.

location
Kunsthalle Bielefeld
Artur Ladebeck Straße 5
33602 Bielefeld
Germany