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Zebra

Le Zèbre est notre animal parce qu'il ne s'apprivoise pas expliquait Dietmar Ullrich. Né en Allemagne et plus précisément à Hambourg, le groupe Zebra prend son origine dans le Pop Art. Créé en 1965 autour de Dieter Asmus, Peter Nagel, Nikolaus Störtenbecker, il s'en éloigne cependant pour s'approcher d'un nouveau réalisme.

Principales expositions: 

Goethe institute, Paris, du 6 octobre au 5 novembre 1971.

Textes fondateurs: 

ZEBRA-MANIFEST No. 1/Nov. 64
1. Die Unverbindlichkeit innerhalb des Künste muss aufhören ! Wir fordern deshalb für die Malerei eine allgemein-verbindliche gegenständlich Grundlage, die Erstellung einer umfassenden Formel für Figuren, Gegenständle, Landschaften etc., mit der jeder nach seinen Bedürfnissen arbeiten kann. 2. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war beherrscht durch die Astraktion, die 2. Hälfte sollte einem Neuen Realismus gehören, der einerseits die formalen Errungenschaften integriert, andereseits aber auf eine (drastische) Bedeutung hinzielt. 3. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die Malerei seit Jahrzehnten einen hochgzüchteten Individualismus pflegt, der sich darin gefällt, "Seelenlandschaften" herzustellen, die Schließlich nur noch für den jeweiligen Erzeuger bindend und verständlich sind, anstatt sich um die längst überfällige künstlerische Bewältigung einer inzwischen total veränderten Umwelt zu kümmern. 4. Wir fordern daher eine Malerei, die sich direkt mit den Phänomenen dieser Umwelt auseinandersetzt. Vorrangig abzubilden sind dabei - ausser der menschlichen Figur - diejenigen Dinge, die unsere Umgebung heute in hohem Masse prägen, in ihr oft vorkommen, noch nie gemalt wurden oder optische Phänomene der modernen technisierten Welt typisch widerspiegeln wie Autos, Flugzeuge, Plastik-gegenstände, Sportgeräte, Spielzug usa. Im Kontext mit Figur, Tier, Pflanze könnte so das ambivalente Spannungsverhältnis zwischen den Lebewesen und die sie umgebende Technologie gezeigt werden. 5. Die Fomr hat sich dabei nach den Dingen, nach ihrer Bedeutung und der Beziehung der Dinge untereinander zu richten - nicht umgekehrt. Der formale Kodex ergibt sich demzufolge aus ihren hervorstechendsten Eigenschaften : Plastizität für Gegenstände und Figuren, Flächen für Hintergründe, Lokafarbigkeit. 6. Die Figuren im Bild sollten also nicht nach optischen Gesichtspunkten funktionieren, sondern nach funktionalen, von "innen nach aussen". Nicht das Zufällige, Individuelle und Anekdotische interessiert, sondern das Allgemeine. Deshalb muss alles fehlen, was vom Prototypischen ablenkt : eine zufällige Beleuchtung, eine zufällige Oberfläche, eine zufällige Färbung der Dinge, zufällige Räumlichkeit und Umlegung usa. Statt dessen : Körpenplastizität, glatte Oberfläche, Lokalfarbe, Zentralpespektive, MittelKomposition, Exponieren der Figur. 7. Es geht in diesem Moment der Malerei um die Komplexe Neuerstellung von Dingen im Bild, um das ABC der Dinge, ohne auf die vorastrakte Malerei zurückzugreifen. Mit dieser Grundlage könnte eine neue, wirklich bedeutende realistische Malerei des 20. Jahrhunderts mot verschiedenen Ausformungen möglich werden. 8. Unser Welt-Bild wird heute optisch zu mindestens 90 % durch Bildvorstellungen bestimmt, die kein Künstler geschaffen hat : Werbung, Fotografie, Film, Fernsehen haben Sehgewohnheiten entstehen Zeitungen, Zeitschriften usa. wurden bislang besinnungslos konsumiert - ihre Bewusstmachung ist längst überfällig. Die typischen Stilmittel der Fotografie sind: "verzerrte" - also objektive - Perspektive (Tele, Weitwinkel), Aufsicht ("Vogel" - Perspektive), Untersicht ("Frosch" - Perspektive) Farbstichigkeit (künstliche Beleuchtung), "Einfrieren" von Bewegungen (Kurzzeitbelichtung), "Verwischen" (Langzeitbelichtung), Ausschnitt, Anschnitt u.v.m. Were sich heute mit der Erstellung einer neuen gegenständlichen Malerei befasst, kann an den total veränderten Sehgewohnheiten seiner Zeitgenossen nicht vorbeigehen, muss also die Sicht der Kamera in hohem Masse mitreflektieren und in seine Malerei mit einbeziehen. 9. Diese Komplexe Aufgabe ist von einem einzelnen Künstler kaum oder nur Über lange Zeiträume zu lösen. Nach 5jähriger Zusammenarbeit (seit 1960) stellen wir fest, dass künstlerischen Problemen, reflektiert durch verschiedene Mentalitäten, in der Gruppe schneller und präziser gearbeitet werden kann. Ein Zusammenschluss macht unabhängiger bon finanziellem und gesellschaftlichem Druck. Wir gründen hiermit die Gruppe ZEBRA. 10. Alle Künstler müssen, ohne dabei im mindesten ihre Eigenständigkeit zu verlieren, im Interesse effektiver geistiger Lösungen und der Überwindung ihrer Isolation sowohl untereinander als auch nach aussen, sich ihres gemeinsamen Potentials bewusst werden. Nur so kann Kunst diejenige Stellung in der Gesellschaft erreichen, die ihr ihrer Bedeutung nach zukommt - nämlich eine zentrale.

Artistes associés: 

Dieter Asmus, Peter Nagel, Nikolaus Störtenbecker, Dietmar Ullrich.

Courant, mouvement, lieu à rapprocher: